• Das Thema Ernährung sollte bei Herzinsuffizienz im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Herzensangelegenheit werden, denn beides hängt auf vielfältige Weise zusammen: Bei bestehender Herzinsuffizienz haben vor allem Salzkonsum und Trinkmenge einen entscheidenden Einfluss auf die Beschwerden und den Verlauf der Erkrankung. Auch das Körpergewicht kann den Verlauf der Herzinsuffizienz beeinflussen: Patienten, die ihr Körpergewicht in einem bestimmten Bereich halten, können ihr Herz entlasten.

    Salzarme Ernährung bei Herzinsuffizienz

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    Menschen, die unter einer Herzschwäche leiden, ist es sehr zu empfehlen Ihren Salzkonsum zu reduzieren, denn durch Salz wird vermehrt Wasser im Körper zurückgehalten, was das Herz zusätzlich belastet und die Bildung von Wassereinlagerungen (Ödemen) begünstigt. Diese entstehen, weil sich das Blut aufgrund der schwächeren Pumpkraft vor dem Herzen staut. Zudem macht Salz durstig und kann den Blutdruck erhöhen, was letztlich zu einer weiteren Belastung des Herzens führen kann. Aus diesen Gründen ist eine kochsalz- und natriumarme Ernährung bei Herzinsuffizienz ein wesentlicher Faktor, um begleitend zur Behandlung mit Medikamenten einer Verschlechterung des Krankheitsbildes entgegenzuwirken. Hier finden Sie einige Tipps für die salzarme Ernährung bei Herzschwäche.

    Die richtige Trinkmenge bei Herzinsuffizienz

    Da nicht nur zu viel Salz, sondern auch zu viel Flüssigkeit das Herz belastet, ist es wichtig, auf die richtige Trinkmenge zu achten. Ein bis zwei Liter Flüssigkeit können hier als grobe Richtlinie dienen. Unter diese Menge fallen aber nicht nur Getränke, sondern auch Nahrung mit hohem Flüssigkeitsgehalt, wie beispielsweise Suppen, wasserreiches Obst (Orangen, Weintrauben, Melonen) und Gemüse (Gurken und Kopfsalat) oder Wassereis. Die erlaubte Trinkmenge sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen, da Medikamente, bestehende Symptome wie Wassereinlagerungen oder Atemnot sowie die Ausprägung der Herzschwäche die richtige Flüssigkeitszufuhr beeinflussen. Wenn Sie vom Arzt Diuretika (Wassertabletten) verschrieben bekommen haben, kann es durch die Einnahme zu verstärktem Durst kommen. In solchen Fällen hilft es, die Trinkmenge in kleinen Mengen über den Tag verteilt zu trinken, den Mund auszuspülen oder ein zuckerfreies Bonbon zu lutschen, um den Mundraum immer wieder zu befeuchten. Auf keinen Fall sollten Sie die Trinkmenge ohne Rücksprache mit dem Arzt eigenständig erhöhen. Um den Flüssigkeitshaushalt zu kontrollieren, sollten Sie sich täglich wiegen und das ermittelte Gewicht notieren. Bei plötzlicher Gewichtszunahme sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.

    Ernährung und Gewicht bei Herzinsuffizienz

    Die Kontrolle des Gewichts ist nicht nur wichtig in Bezug auf Wassereinlagerung, auch Übergewicht sollte vermieden werden, da es das Herz belasten kann und ein zusätzlicher Risikofaktor für Bluthochdruck und koronare Herzkrankheit ist. Hier bietet der Body-Mass-Index (BMI) eine gute Orientierung: Der BMI gibt das Verhältnis von Größe und Gewicht wieder. Hier können Sie ihren BMI berechnen. Der wünschenswerte BMI sollte nicht über 29 liegen, ist aber auch von Alter und Geschlecht abhängig. Wenn Sie einen höheren BMI als 29 haben, ist eine Ernährungsumstellung zur Gewichtsreduktion sinnvoll und anzustreben. Bewährt hat sich, wie auch bei anderen Herzkrankheiten, die mediterrane Kost mit viel Gemüse, Salat, Fisch, Vollkornprodukten und kaltgepresstem Olivenöl. Gesättigte tierische Fette, Fleisch und Fertiggerichte sollten gemieden werden. Wenn Sie Ihre Ernährung umstellen wollen oder Gewicht verlieren wollen, kann eine Ernährungsberatung für Sie eine hilfreiche Unterstützung darstellen. In solchen Fällen übernimmt die Krankenkasse in der Regel auch eine gewisse Anzahl an Beratungsstunden, am besten sprechen Sie direkt mit Ihrer Krankenkasse darüber. Auch Ihr Arzt kann Sie in diesem Fall unterstützen, indem er Ihnen eine Notwendigkeitsbescheinigung für die Ernährungsberatung ausstellt. Auf den Webseiten des Berufsverbands der Ernährungsberater oder der Berufsgruppe der Diätassistenten können Sie nach dem für Sie passenden Ernährungsberater suchen.

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