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    Hinter der Anamnese verbirgt sich ein ausführliches Arzt-Patienten Gespräch, in dem der Arzt versucht, die Symptome zu klären und die Krankengeschichte des Betroffenen, mit Vor- und Begleiterkrankungen, sowie die Krankengeschichte seiner Familie möglichst genau zu erfragen.
    Die Anamnese steht am Anfang der Diagnostik, der meist eine körperliche Untersuchung folgt.

    Anamnese liefert erste Hinweise in der Diagnostik der Herzschwäche

    Das Anamnesegespräch liefert dem Arzt erste Hinweise, ob eine Herzschwäche vorliegt oder nicht. Ein wichtiger Teil der Anamnese ist die Ermittlung der Symptome des Patienten. Diese geben dem Arzt entscheidende Hinweise darauf, welche weiteren Untersuchungen notwendig sind, um die richtige Diagnose zu stellen. Allgemeine Fragen hierzu könnten sein:

    • Seit wann bestehen die Symptome und über welchen Zeitraum sind diese bisher aufgetreten?
    • Wie fühlen sich die Beschwerden an, wo genau im Körper treten sie auf?

    Darüber hinaus kann der Arzt Fragen zum allgemeinen Lebenswandel stellen: Wie sieht der Alltag aus, leidet man vermehrt unter Stress, wie sind die Ernährungs- und Schlafgewohnheiten? Treibt der Betroffene Sport? Trinkt er Alkohol und/oder raucht er?

    Anamnese von Begleiterkrankungen

    Auch nach der bisherigen Krankengeschichte wird der Arzt in der Anamnese fragen, denn Vor- und Begleiterkrankungen geben dem Arzt Hinweise auf die Ursachen der Herzinsuffizienz. Typischerweise interessiert ihn, ob Herzerkrankungen wie Herzinfarkt, Herzklappenfehler oder Herzrhythmusstörungen bestehen, ob der Patient Bluthochdruck oder Diabetes hat oder in seiner Jugend an einer rheumatischen Erkrankung gelitten hat.
    Wesentlich ist zudem die sogenannte Medikamenten-Anamnese: Um die Symptome des Patienten genau einschätzen zu können, muss der Arzt wissen, ob der Patient derzeit Medikamente einnimmt und wenn ja, welche das sind. Eine aktuelle Liste der eingenommenen Medikamente sollte man also zum Arzttermin mitnehmen.

    Familien-Anamnese gibt Hinweis auf erbliche Vorbelastung

    Herzinsuffizienz kann auch eine erbliche Komponente haben. Daher gibt die Erhebung der Krankengeschichte der Angehörigen, die sogenannte Familien-Anamnese, dem Arzt wichtige Hinweise auf die Herzschwäche. Er wird daher fragen, ob eine Herzinsuffizienz oder andere bekannte Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkte oder Gefäßablagerungen (Arteriosklerose) auch bei engen Familienmitgliedern aufgetreten sind.

     

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