• Das Herz ist die Pumpe des Körpers. Arbeitet es nicht richtig, gerät der ganze Kreislauf aus dem Takt. Umgangssprachlich wird dies häufig als Herzschwäche, Herzversagen oder Pumpversagen bezeichnet. Mediziner sprechen bei so einer verminderten Pumpfunktion von einer Herzinsuffizienz, an der in Deutschland knapp 2 Millionen Menschen leiden.
    Von dieser Herzschwäche sind vor allem ältere Menschen über 70 betroffen. In dieser Altersgruppe ist es etwa jeder Achte, während die Erkrankung bei unter 60-Jährigen eher selten auftritt.

    Herzinsuffizienz: die Definition aus medizinischer Sicht

    Was versteht der Mediziner genau unter einer Herzinsuffizienz? Bei der Herzinsuffizienz schafft es der geschwächte Herzmuskel nicht mehr, das Blut in ausreichendem Umfang durch den Körper zu pumpen. Ein gesundes Herz pumpt über die linke Herzhälfte das mit Sauerstoff angereicherte Blut in die Arterien. Nach seinem Weg durch den Körper kommt das nun sauerstoffarme Blut wieder am Herzen an. Über die rechte Herzhälfte gelangt das Blut in die Lunge, wo es erneut mit Sauerstoff angereichert wird. Bei einem geschwächten Herz kann dieser Kreislauf durch eine verminderte Pumpleistung gestört sein.
    Wenn das Blut nicht mehr ausreichend durch den Körper gepumpt wird, führt dies im Blutkreislauf zu einem sogenannten Rückwärts- oder Vorwärtsversagen. Bei einem Rückwärtsversagen staut sich das Blut, das aus dem Körper und der Lunge zum Herzen zurückfließt. Bemerkbar macht sich das durch Wassereinlagerungen im Körper. Bei einem Vorwärtsversagen ist die Sauerstoffversorgung des Körpers vermindert, sodass Atemnot und Schwäche auftreten können.

    Herzinsuffizienz: Die Definition nach Stadien

    Um den Schweregrad einer Herzinsuffizienz anzugeben, verwenden Mediziner bei der Herzinsuffizienz-Definition eine Einteilung in verschiedene Stadien. Weit verbreitet ist die Herzinsuffizienz-Definition in vier Stadien nach der Klassifikation der New York Heart Association.

    Herzinsuffizienz: Heilbar oder nicht?

    Nach derzeitigem Stand der Medizin kann die Herzinsuffizienz zwar noch nicht geheilt werden, dennoch ist sie gut behandelbar. Sie ist eine fortschreitende Erkrankung, das bedeutet, dass sie sich im Laufe der Zeit in der Regel verschlechtert. Die Ursachen für eine Herzinsuffizienz sind verschieden, beispielsweise können jahrelanger Bluthochdruck oder eine koronare Herzkrankheit, bei der die Herzkranzgefäße durch Ablagerungen verengt werden, verantwortlich für die Entstehung sein.
    Die Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz soll die Symptome, wie Wasseransammlung im Gewebe, Erschöpfung und Atemnot verbessern. Der Arzt wird die für den Patienten geeignete Therapie zusammenstellen, damit dieser sein Leben wieder unbeschwerter genießen kann.

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