Die Rechtsherzinsuffizienz: Wenn die Beine geschwollen sind

Geschwollene Knöchel – ein häufiges Symptom bei Rechtsherzinsuffizienz

Schwere und geschwollene Knöchel treten häufig bei Rechtsherzinsuffizienz auf.

Manchmal können wir Warnsignale unseres Körpers in ganz alltäglichen Dingen erkennen: Die sonst super sitzenden eleganten Halbschuhe müssen gegen extra breite Gesundheitsschuhe aus dem Sanitätshaus getauscht werden? Die dafür verantwortlichen geschwollenen Füße können ein erstes Symptom für eine rechtsseitige Herzschwäche sein, auch Rechtsherzinsuffizienz genannt. Was bei dieser Form der Herzschwäche im Körper passiert und wie Sie die Rechtsherzinsuffizienz erkennen, lesen Sie jetzt.

Symptome der Rechtsherzinsuffizienz

Einfach ausgedrückt: Bei der Rechtsherzinsuffizienz arbeitet die rechte Herzhälfte nicht mehr richtig. Nicht selten ist das die Folge einer fortgeschrittenen Linksherzinsuffizienz. Treten die beiden Formen zusammen auf, spricht man auch von einer Globalherzinsuffizienz.

Wenn es sich um die chronische Verlaufsform handelt, können die Symptome einer Herzinsuffizienz rechts über längere Zeit unbemerkt bleiben. Zu den häufigen Anzeichen einer Rechtsherzinsuffizienz zählen:

  • geschwollene Knöchel, Fußrücken und Beine
  • plötzliche Gewichtszunahme von mehr als 0,5 Kilogramm an einem Tag und mehr als 2 Kilogramm in einer Woche
  • gestaute und erweiterte Blutgefäße am Hals
  • häufiges nächtliches Wasserlassen
  • Verdauungsstörungen oder Appetitlosigkeit

Eine schnelle Gewichtszunahme sowie geschwollene Knöchel und Füße deuten auf Wasseransammlungen im Gewebe hin. Wenn Sie mit dem Finger an die verdickte Stelle drücken, bleibt eine Delle zurück, die über mehrere Minuten hinweg bestehen kann.

Vorsicht: Auch eine Thrombose (Blutgerinnsel) kann eine Schwellung im Bein verursachen. Im Gegensatz zu dieser Erkrankung sind bei einer Rechtsherzinsuffizienz jedoch immer beide Beine oder Füße geschwollen. Eine Thrombose muss unverzüglich ärztlich behandelt werden.

Was passiert bei der Herzinsuffizienz rechts?

Bei der Rechtsherzinsuffizienz handelt es sich um eine Pumpschwäche der rechten Herzhälfte, die für den Transport des sauerstoffarmen Blutes zur Lunge zuständig ist. Normalerweise arbeitet die rechte Herzhälfte folgendermaßen:

  1. Sauerstoffarmes Blut aus der oberen und unteren Körperhälfte strömt in den rechten Vorhof.
  2. Vom rechten Vorhof gelangt das Blut in die rechte Herzkammer.
  3. Aus der rechten Herzkammer fließt das verbrauchte Blut in die Lunge und wird dort mit Sauerstoff angereichert. Dies bezeichnet man als „kleinen Blutkreislauf“.
Grafik über den Weg des Blutes: Bei einer Rechtsherzinsuffizienz ist die rechte Herzkammer geschädigt.

Bei der Rechtsherzinsuffizienz kann das sauerstoffarme Blut nicht mehr richtig zur Lunge transportiert werden.

Was passiert nun, wenn die rechte Herzhälfte geschwächt ist? Das ist einfach erklärt: Bei einer Rechtsherzinsuffizienz strömt mehr Blut aus dem Körperkreislauf nach, als die beeinträchtige, rechte Herzkammer zur Lunge weitertransportieren kann. Es kommt zu einem Rückstau des verbrauchten Blutes vor dem rechten Vorhof, der bis in die Beine oder den Hals reichen kann. Betroffene leiden daher an geschwollenen Beinen und verdickten Adern. Zudem kann sich dadurch der Druck in den Venen so stark erhöhen, dass die flüssigen Bestandteile des Blutes in das umliegende Gewebe gepresst werden. So entstehen Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Füßen, im Bauchraum oder an anderen Körperstellen.

Tipp: Mithilfe unseres Info-Flyers können Sie sich noch genauer über den Blutfluss im Herzen und die Rechtsherzinsuffizienz informieren.