Leben mit Herzschwäche – 5 Tipps für den Alltag

Wenn man unter Herzschwäche leidet, kann dies auch Einschränkungen im Alltag zur Folge haben. Menschen mit Herzschwäche finden hier Tipps, um mit diesen Einschränkungen im Alltag besser umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.

Atemnot

Menschen mit Herzschwäche leiden oft unter Atemnot, besonders bei körperlicher Anstrengung. Um den gewohnten Tätigkeiten weiterhin nachgehen zu können, ist es hilfreich, öfter mal eine Verschnaufpause einzulegen und sich Zeit für die zu erledigenden Aufgaben zu nehmen. Man sollte sich bei der Planung von Terminen und Aktivitäten nicht unter Druck setzen. Auch zwischen den einzelnen Aktivitäten sollte man genug Zeit lassen, um nicht außer Atem zu geraten. Wenn sich die Luftnot plötzlich verschlimmert, sollte man beim behandelnden Arzt vorstellig werden. Bei Luftnot, die sich innerhalb von Stunden verschlimmert, sollte man sich gleich ins Krankenhaus bringen lassen oder den Notarzt rufen, da es sich wahrscheinlich um einen Notfall handelt, dessen richtige Behandlung nicht warten kann.

Schwierigkeiten beim Liegen

5 Tipps für den Alltag5 Tipps für den Alltag: Wenn die Atemnot sich beim flachen Liegen verschlechtert, so liegt das daran, dass sich in dieser Körperhaltung mehr Blut und Flüssigkeit in der Lunge sammeln. Das kann ein Hinweis auf eine fortgeschrittene Herzschwäche oder eine nicht optimal eingestellte medikamentöse Behandlung sein. Eine Verbesserung der Luftnot lässt sich fast immer durch eine Erhöhung des Kopfteils beim Schlafen erzielen. Viele Betroffene stapeln dann mehrere Kissen übereinander, bis die für sie passende Liegeposition erreicht ist. Die Schwierigkeiten beim Liegen sollten auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Schwindelattacken

Schwindelattacken sind ein verbreitetes Problem bei Menschen mit Herzschwäche. Besonders bei zu schnellem Aufstehen kann es zu Schwindel kommen. Ursache kann die eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens oder ein niedriger Blutdruck sein. Morgens ist es hilfreich, etwa zwei Minuten vor dem Aufstehen die Füße zu bewegen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Anschließend sollte man noch eine Minute auf der Bettkante sitzen bleiben, bevor man aufsteht. Sollten Sie häufig unter Schwindelanfällen leiden, berichten Sie beim nächsten Arztbesuch davon, denn oft reicht eine Anpassung der Medikation, damit der Schwindel nicht mehr auftritt.

Schwellungen

Die Pumpschwäche des Herzens oder eine eingeschränkte Nierenfunktion können dazu führen, dass Flüssigkeit nur unzureichend ausgeschieden wird und sich im Körper, beispielsweise in den Füßen, Beinen oder dem Bauchraum, einlagert. Die wichtigsten Tipps bei Schwellungen durch Wassereinlagerungen sind eine salzarme Ernährung, die Kontrolle der Trinkmenge und tägliches Wiegen.

Unsicherheit und Ängste

Wegen der Einschränkungen im Alltag, die die Herzschwäche mit sich bringt, sind viele Betroffene verunsichert, was sie sich noch zutrauen können. Aus dieser Unsicherheit entwickeln sich oft Angst, Traurigkeit und Antriebslosigkeit. Solche Gefühle sind normal, wenn man unter einer chronischen Erkrankung wie der Herzschwäche leidet – wichtig ist nur ein vernünftiger Umgang damit. Menschen mit Herzschwäche sollten sich der Familie oder Freunden anvertrauen und über diese Ängste sprechen. Das hilft sowohl den Erkrankten als auch deren Angehörigen, die nur so verstehen können, wie es dem Betroffenen geht und wie man ihm helfen kann. Wenn Lustlosigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit zunehmen, kann das die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. In solchen Fällen sollte man sich nicht scheuen professionelle Hilfe vom Arzt oder Psychotherapeuten in Anspruch zu nehmen.