• Atemnot, Wasseransammlungen im Körper, schnelle Ermüdung – diese Symptome einer chronischen Herzinsuffizienz treten zu Beginn nur schleichend auf. Sie verleiten den Betroffenen zunächst zu denken: „Ich werde halt älter – geht alles nicht mehr so wie früher“. Die Herzinsuffizienz-Symptome nehmen im Verlauf der Erkrankung jedoch zu und können die Lebensqualität der Erkrankten sehr beeinträchtigen. Lesen Sie hier, wie Sie die Symptome der chronischen Herzinsuffizienz rechtzeitig erkennen.

    Chronische Herzinsuffizienz: Symptome bei Schwäche des Herzens

    Das wichtigste Symptom bei einer verminderten Pumpleistung des Herzens sind Wassereinlagerungen – vor allem auf dem Fußrücken, den Zehen, an den Knöcheln und am Schienbein. Diese Herzinsuffizienz-Anzeichen erkennt man beispielsweise daran, dass die Socken einschnüren und diese Abdrücke auch nach dem Ausziehen noch längere Zeit sichtbar bleiben oder durch ein höheres Gewicht auf der Waage. Die Wassereinlagerungen entstehen durch einen Rückstau des Blutes vor dem Herzen. Dadurch erhöht sich der Druck in den Venen, und letztlich wird Flüssigkeit ins umliegende Gewebe abgepresst. Nachts kann es zu vermehrtem Harndrang kommen, da die Flüssigkeit dann verstärkt zurückfließt und die Nieren besser durchblutet werden.

    Bild: iStock, 9906609, ozgurdonmaz

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    Ein weiteres wichtiges Symptom der Herzinsuffizienz ist die Atemnot, die zunächst nur bei körperlichen Belastungen wie Treppensteigen auftritt, später auch bei Ruhe und im Liegen. Eine fortgeschrittene Herzinsuffizienz führt vor allem in flachen Liegepositionen zur Luftnot. Die Betroffenen schlafen meist besser, wenn sie das Kopfteil des Betts etwas erhöhen.

    Unterschiedliche Symptome bei Rechts- und Linksherzinsuffizienz

    Die Herzinsuffizienz-Symptome lassen sich der sogenannten Rechtsherz- und Linksherzinsuffizienz zuordnen. Bei der Rechtsherzinsuffizienz kommt es vor allem zu Wassereinlagerungen, den sogenannten Ödemen. Bei der Linksherzinsuffizienz steht die Atemnot im Vordergrund. Weitere Symptome der Linksherzinsuffizienz sind eine beschleunigte Atmung, Hustenreiz und rasselnde oder pfeifende Geräusche beim Atmen, die ebenfalls durch Flüssigkeit in der Lunge hervorgerufen werden. Zudem fühlen sich die Betroffenen erschöpft, weniger leistungsfähig und leiden häufig unter Schwindel. Die Herzinsuffizienz-Symptome des rechten und des linkes Herzens können auch kombiniert auftreten – denn nicht selten sind bei einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz beide Herzhälften betroffen.

    Akute Herzinsuffizienz-Symptome

    Eine akute Herzinsuffizienz tritt plötzlich auf, beispielsweise nach einem Herzinfarkt oder im Verlauf einer chronischen Herzinsuffizienz, wenn der Körper es nicht mehr schafft, diese auszugleichen. Bei einer akuten Herzinsuffizienz sind die Symptome sofort sehr stark ausgeprägt: Die Betroffenen leiden unter starker Atemnot und/oder Husten, ihr Atem kann von brodelnden Geräuschen begleitet werden. Der Herzschlag ist beschleunigt, die Erkrankten sind auffällig blass, ihnen bricht kalter Schweiß aus. Eine akute Herzinsuffizienz ist ein Notfall, der so schnell wie möglich medizinisch behandelt werden muss.

    Einschränkungen in der Lebensqualität

    Die Vielzahl der Herzinsuffizienz-Symptome macht deutlich, wie stark die Erkrankten in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind. Daher treten neben den körperlichen Symptomen nicht selten auch psychische Beeinträchtigungen auf: Die Erkrankten fühlen sich unwohl und ängstlich oder können unter Depressionen leiden. Besonders die ausgeprägte Erschöpfung und eingeschränkte Leistungsfähigkeit kann so frustrierend sein, dass sich Menschen mit Herzinsuffizienz aus dem sozialen Leben zurückziehen. Dieser Umstand kann wiederum Depressionen hervorrufen oder verstärken.

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