• Übergewicht – ein Problem für Menschen mit Herzinsuffizienz. Die Ernährung muss daher ausgewogen sein. Doch auch Untergewicht kann für Menschen mit Herzschwäche ein Problem sein.

    Übergewicht: Das Herz muss mehr leisten

    HI und KörpergewichtDas Herz versorgt den Körper mit Sauerstoff. Je größer der Körperumfang ist, desto mehr muss das Herz arbeiten, um alle Regionen ausreichend mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Durch diese Mehrbeanspruchung kann Übergewicht ein Risikofaktor für Herzschwäche sein; da der Herzmuskel auf Dauer überlastet wird.

    Übergewicht ist auch einer der Risikofaktoren für Bluthochdruck (Hypertonie). Ist dieser nicht Folge einer anderen Erkrankung, wird er als primäre Hypertonie bezeichnet. Bluthochdruck wiederum kann die Entstehung einer Herzschwäche begünstigen.

    Auch für die koronare Herzkrankheit, noch eine der Herzinsuffizienz-Ursachen, ist Übergewicht ein Risikofaktor – insbesondere das Bauchfett (abdominelle Adipositas). Durch die Bildung von Ablagerungen (Plaques) in den Herzkranzgefäßen verringert sich deren Durchmesser. Das Blut kann schlechter durch die Herzkranzgefäße fließen, wodurch der Herzmuskel schlechter mit Sauerstoff versorgt wird. Die dadurch verursachte geringere Leistungsfähigkeit ist der Beginn einer Herzschwäche.

    Übergewicht kann aber auch die Symptome einer bestehenden Herzinsuffizienz verstärken und den Verlauf verschlechtern. Vor allem Atemnot und Kurzatmigkeit werden durch Übergewicht zusätzlich verstärkt.

    Ein direkter Zusammenhang von Herzinsuffizienz und Übergewicht besteht, wenn es durch Wassereinlagerungen zu einer plötzlichen Gewichtszunahme kommt. Falls Sie 0,5 bis 1 Kilo über Nacht oder mehr als 2,5 Kilo innerhalb einer Woche zunehmen und zusätzlich noch unter Atemnot und geschwollenen Beinen leiden, kann das ein Anzeichen für Herzinsuffizienz sein.

    Auch Untergewicht ist schlecht bei Herzinsuffizienz

    Auch Untergewicht kann die Entstehung einer Herzschwäche fördern oder bei einer bestehenden Herzschwäche den Verlauf negativ beeinflussen. Der Grund: Untergewicht führt unter anderem zu einer Verminderung der Muskelmasse, auch im Herzen. Besonders ausgeprägt ist das bei Magersucht. Die Folge ist eine geringere Leistungsfähigkeit. Im extremen Fall kann das auch die Ursache einer Herzinsuffizienz sein. Leidet ein Untergewichtiger bereits an Herzinsuffizienz, muss die Ernährung besonders aufmerksam kontrolliert werden, um zu gewährleisten, dass der Körper mit den notwendigen Nährstoffen versorgt wird.

    Herzinsuffizienz und Ernährung: Darauf muss man achten

    Um der Erkrankung vorzubeugen oder einer Verschlechterung der Symptome entgegenzuwirken, sollte man bei Herzinsuffizienz die Ernährung im Blick haben, eine Ernährungsberatung kann zu Beginn äußerst hilfreich sein, um gut informiert zu sein (interner Link zu Text „Herzinsuffizienz Ernährung“). Für das richtige Gewicht sind dabei diese Punkte wichtig:

    • Auf gesättigte Fette, die vor allem in tierischen Produkten aus Milch, Käse und rotem Fleisch enthalten sind, möglichst verzichten.
    • Ungesättigte Fette, die in Pflanzenölen und Tiefseefischen vorkommen, wirken sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Besonders die Omega-3-Fettsäuren, die in Raps-, Lein- und Walnussöl sowie ins Makrele, Hering, Lachs und Thunfisch vorkommen, können Herz und Blutgefäße schützen. Da sie aber auch viele Kalorien enthalten, sollte man auch hier auf einen sparsamen Verzehr achten, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden.
    • Auch eine salzarme Ernährung ist bei Herzinsuffizienz empfehlenswert, da sie Wasserablagerungen im Körper entgegenwirkt und das Risiko von Bluthochdruck verringert.

    Bild: Fotolia,86790720,Rocketclips inc

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