• Typ-2-Diabetes als Risikofaktor für Herzinsuffiz...Bei Menschen, die unter Altersdiabetes (Diabetes mellitus Typ 2) leiden, ist das Risiko erhöht, auch an einer Herzinsuffizienz zu erkranken, weshalb sich Menschen mit Diabetes vom Arzt regelmäßig auch auf Herzinsuffizienz untersuchen lassen sollten. Insbesondere da die Herzschwäche zu Beginn der Erkrankung keine Beschwerden verursacht, wird Herzinsuffizienz häufig übersehen oder zu spät erkannt. Unscheinbare Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung und Atemnot nach einer Aktivität oder sogar bereits in Ruhe sollten ernst genommen werden und unbedingt dem Arzt berichtet werden. Durch rechtzeitiges Erkennen der Herzschwäche und eine auf die individuelle Situation des Patienten abgestimmte Behandlung können Lebenserwartung und Lebensqualität verbessert werden.

    Diabetes: Herzinsuffizienz kann die Folge sein

    Das erhöhte Risiko kommt zum einen daher, dass bei Menschen mit Diabetes Typ 2 die Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht häufiger auftreten als bei Nichtdiabetikern. Es gibt aber auch Mechanismen, die durch den erhöhten Blutzuckerspiegel direkt zu einer Herzschwäche führen können. Dazu zählen stoffwechselbedingte Veränderungen der Herzmuskelzellen, wie die vermehrte Einlagerung von Fetten in die Energiekraftwerke (Mitochondrien) der Herzmuskelzellen, sowie eine krankhafte Vermehrung des Bindegewebes. Auch Faktoren wie höheres Alter, Insulintherapie, schlechte Durchblutung des Herzmuskels können das Auftreten einer Herzinsuffizienz durch Diabetes begünstigen.

    Studien konnten zeigen, dass ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel das Risiko erhöhen kann, an einer Herzinsuffizienz zu erkranken: Steigt der Langzeit-Blutzucker-Wert (HbA1c) um 1 Prozent, steigt das Risiko für die Entstehung einer Herzinsuffizienz um 16 Prozent. Umgekehrt kann eine Normalisierung des Blutzuckerspiegels bedauerlicherweise nicht das Risiko verringern, an einer Herzinsuffizienz zu erkranken.

    Herzinsuffizienz durch Diabetes: Früherkennung ist das A und O

    Frühzeitiges Erkennen einer Herzinsuffizienz ist bei Diabetikern besonders wichtig. Denn häufig nehmen Betroffene die ersten Symptome als altersbedingt hin oder deuten sie als Folgen des Diabetes. Deshalb suchen sie nicht den Arzt auf. Dabei ist es mit Untersuchungen wie EKG, Echokardiografie und mit Laboruntersuchungen wie die Bestimmung des NT-pro BNP möglich, die Herzschwäche in einem frühen Stadium zu erkennen und dann zu behandeln.

    Bild: Fotolia,100652822, Stefano Lunardi/Olive Images/Photoinke

     

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