• Frisches Obst und Gemüse, regelmäßig Fisch und hochwertige Öle – gesunde Ernährung kann so einfach und lecker sein. Gleichzeitig kann die richtige Ernährung bei der Therapie der Herzinsuffizienz unterstützen und vom Patient selbst umgesetzt werden, um die Erkrankung zu stabilisieren und die Lebensqualität zu verbessern. Mit einer mediterranen und salzarmen Ernährung und mit der vom Arzt empfohlenen Trinkmenge kann man die Therapie optimal unterstützen.

    Ernährung bei Herzinsuffizienz: auf gesunde Lebensmittel achten

    Bei der richtigen Ernährung bei Herzinsuffizienz sollten die Patienten Wert auf eine gesunde und vollwertige Kost legen. Eine spezielle Herzinsuffizienz-Diät gibt es allerdings nicht. Allgemein gilt für die Ernährung bei Herzinsuffizienz, dass man eine mediterrane Kost bevorzugen sollte. Was bedeutet das? Grundbestandteile einer solchen Kost sind reichlich frisches Obst und Gemüse, am besten zu jeder Mahlzeit. Fleisch sollte hingegen nicht täglich auf dem Speiseplan stehen, dafür kann man ein bis zwei Fleischmahlzeiten in der Woche durch Fisch ersetzen.

    Allgemein sollte die Herzinsuffizienz-Ernährung wegen der häufig erhöhten Blutfett- und Cholesterinwerte fettarm ausfallen. Allerdings ist Fett nicht gleich Fett, wie man heute weiß. Meiden sollte man bei der Herzinsuffizienz-Ernährung die sogenannten gesättigten Fette: Diese sind vor allem in tierischen Produkten aus Vollmilch, etwa fettem Käse, oder in rotem Fleisch und Wurstwaren enthalten. Ungesättigte Fette wirken sich hingegen günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Sie sind beispielsweise in Geflügel und kalt gepresstem Oliven-, Lein- oder Rapsöl enthalten. Da Fette aber allgemein viele Kalorien enthalten und ein reichlicher Verzehr schnell zu einer Gewichtszunahme führen kann, sollte man insgesamt sparsam mit ihnen umgehen.

    Ernährung bei Herzinsuffizienz: Salzgehalt reduzieren

    Wichtig für die Ernährung bei Herzinsuffizienz ist es, auch auf den Salzgehalt der Speisen zu achten. Denn Salz bindet das Wasser im Körper und kann die Symptome der Herzinsuffizienz verschlechtern. Dennoch müssen Menschen mit Herzschwäche nicht radikal auf Salz verzichten. Vielmehr ist ein sparsamer Umgang gefragt: So sollte man davon absehen, sein Essen bei Tisch nachzusalzen und möglichst naturbelassene Lebensmittel zum Kochen verwenden, also ohne Konservierungs- und andere Zusatzstoffe. Denn industriell gefertigte Lebensmittel enthalten oft viel Salz, dies gilt beispielsweise für Käse, Aufschnitt, Würstchen, Fertiggerichte, Würzsoßen oder Würzmischungen. Zum Verfeinern von Speisen kann man anstatt Salz auch frische Kräuter verwenden.

    Auf die Trinkmenge bei Herzinsuffizienz achten

    Menschen mit Herzinsuffizienz sollten ausreichend, aber nicht zu viel trinken. Denn auch durch eine zu hohe Trinkmenge kann es zu Wassereinlagerungen kommen. Außerdem besteht die Gefahr, dass durch zu viel Trinken die Wirkung der entwässernden Medikamente, die viele Herzinsuffizienz-Patienten nehmen müssen, herabgesetzt wird. Meist liegt die empfohlene Trinkmenge bei Herzinsuffizienz bei 1,5 bis 2 Litern pro Tag. Dies sollte individuell mit dem Arzt abgesprochen werden, denn bei schwereren Formen der Herzinsuffizienz kann die empfohlene Flüssigkeitsmenge sogar noch unter diesen Werten liegen. Diese Angabe enthält alle am Tag aufgenommene Flüssigkeit: neben Wasser also auch Kaffee, Tee, Milch, Suppe und Speisen mit hohem Wassergehalt wie Joghurt und Pudding.

    Weitere Dinge, die Betroffene selbst tun können

    Neben einer gesunden Ernährung bei Herzinsuffizienz können Betroffene noch weitere Dinge selbst tun, um ihre Therapie optimal zu unterstützen. Dazu gehört ein aktiver Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung oder Sport, um das Normalgewicht zu halten beziehungsweise Übergewicht abzubauen. Wichtig ist auch, die Behandlung gewissenhaft durchzuführen, auf gesundheitsschädliche Dinge, wie Rauchen zu verzichten und regelmäßig seine Medikamente einzunehmen.

     

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