• 5 Tipps um einer Verschlechterung vorzubeugenEine Herzschwäche ist eine ernste chronische Erkrankung, die die Lebensqualität sehr einschränken kann. Die Behandlung soll das Herz entlasten und so zu mehr Lebensqualität und einer höheren Belastbarkeit führen. Hier erfahren Sie, was Sie selbst tun können, um ihre Lebensqualität zu verbessern und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

    Normalisieren Sie Ihr Körpergewicht

    Übergewicht belastet das Herz! Wenn Sie unter Übergewicht leiden, ist eine Normalisierung des Körpergewichts das Beste, was Sie für die Entlastung des Herzens, eine Verbesserung der Lebensqualität und der Belastbarkeit tun können. Um das Körpergewicht beurteilen zu können, ist der BMI (Body-Mass-Index) eine geeignete Methode. Hier können Sie Ihren BMI berechnen. Der wünschenswerte BMI hängt von Alter und Geschlecht ab, sollte aber nicht über dem Wert 29 liegen. Wenn der BMI bei Ihnen höher ausfällt, profitieren Sie von einer langfristigen Ernährungsumstellung und einer Normalisierung Ihres Körpergewichts. Weitere Infos zu einer für das Herz gesunden Ernährung finden Sie hier.

    Achten Sie auf eine salzarme Ernährung

    Da Kochsalz Wasser im Körper bindet, wird das Herz bei hohem Salzkonsum zusätzlich belastet. Wenn Sie unter chronischer Herzinsuffizienz leiden, können Sie etwas für Ihre Gesundheit tun, indem Sie die Aufnahme von Kochsalz auf sechs Gramm pro Tag einschränken. Salzarme Ernährung hat eine positive Auswirkung auf den Blutdruck und vermindert das Risiko von Wassereinlagerungen. Nutzen Sie zum Würzen vor allem frische und tiefgefrorene Kräuter. Meiden sollten Sie besonders „Salzbomben“, wie Fertiggerichte, Würzmittel, natriumreiches Mineralwasser und gesalzene Knabbereien.

    Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein

    Bei Herzinsuffizienz ist die regelmäßige Einnahme der vom Arzt verordneten Medikamente die Grundlage für mehr Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Hier ist Geduld gefordert: Oft beginnt der Arzt die Behandlung mit einer niedrigen Dosierung, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Es kann unter Umständen mehrere Monate dauern, bis eine wirksame, aber dennoch gut verträgliche Dosierung gefunden wird. Auch Sie können mit der regelmäßigen Einnahme der Medikamente einen absolut wichtigen Beitrag für Ihre Therapie leisten! Tipp: Wenn Sie dazu neigen, die Einnahme der Medikamente zu vergessen, kleben Sie sich beispielsweise Haftnotizen an einem Küchenschrank und dem Badspiegel oder nutzen Sie die Erinnerungsfunktion Ihres Mobiltelefons.

    Gehen Sie regelmäßig zum Arzt

    Da es sich bei der Herzinsuffizienz um eine chronische Erkrankung handelt, sollten Sie regelmäßig zum Arzt gehen. Besonders zu Beginn der Behandlung kann es notwendig sein, dass Sie in kürzeren Abständen einen Termin vereinbaren müssen, bis alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt und die Medikamente richtig dosiert sind. Auch wenn es Ihnen gut geht, sollten Sie alle sechs Monate einen Kontrolltermin vereinbaren. Sobald sich Ihre Symptome verschlechtern, Sie Atemnot, Herzrasen oder ungewöhnliche Schwellungen bekommen, sollten Sie sich nicht scheuen und umgehend den behandelnden Arzt aufsuchen.

    Kommen Sie in Bewegung

    Durch körperliche Aktivität und Sport können Sie Ihre Belastbarkeit und Lebensqualität verbessern – dazu müssen Sie nicht gleich Leistungssportler werden. Regelmäßiges moderates Ausdauertraining wie Radfahren, Nordic-Walking oder Laufen bringt Sie in Bewegung. Wenn Sie bisher nur wenig Bewegung haben, beginnen Sie langsam: Zwei bis drei Mal wöchentlich eine Stunde Bewegung hilft, die Belastbarkeit zu verbessern. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie das schaffen, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, er kann am besten einschätzen, wie viel Bewegung Ihnen guttut.

    Bild: Fotolia,114825290,ratmaner

     

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