Asthma cardiale: Wie Herzschwäche und Asthma zusammenhängen

Frau mit Asthma cardiale hustet.

Der Husten bei Asthma cardiale wird auch als Herzasthma bezeichnet.

Oftmals passiert es in der Nacht: Der Betroffene wacht auf, mit starkem Hustenreiz und pfeifenden Atemgeräuschen. Beim Aufsetzen werden die Symptome wieder etwas besser. In den folgenden Nächten tritt der Husten jedoch immer häufiger auf, schließlich kommt es zur Atemnot. Eine Einlieferung ins Krankenhaus bleibt dann unumgänglich. So oder so ähnlich äußert sich Asthma cardiale. Woher die Anfälle kommen und welche weiteren Beschwerden es gibt, erfahren Sie hier.

Wie kommt es zu Asthma cardiale?

Asthma ist als Erkrankung der Lungen bekannt, die anfallartig auftritt und mit Husten, pfeifendem Atmen und Kurzatmigkeit bis hin zur Luftnot einhergeht. Oftmals reagieren Asthma-Patienten allergisch auf bestimmte Umweltstoffe. Neben dem beschriebenen Asthma bronchiale gibt es jedoch noch eine zweite Form, das Asthma cardiale. Es ist keine eigenständige Erkrankung, sondern das Symptom einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Asthma cardiale, auch Herzasthma genannt, ist eine ernstzunehmende Beschwerde. Denn unerkannt und damit unbehandelt kann die zugrundeliegende Herzschwäche zum Tod führen.

Die Leistung des Herzens lässt im Lauf des Lebens immer weiter nach. Mögliche Auswirkungen wie Atemnot beim Treppensteigen, schnelle Erschöpfungszustände oder Wassereinlagerungen in den Beinen sind jedoch keine normale Alterserscheinung, sondern können Symptome einer schweren Erkrankung sein – der Herzinsuffizienz. Dabei schafft es das Herz nicht mehr, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen. Bei der linksseitigen Herzinsuffizienz ist die linke Hälfte des Herzens geschwächt. Die Folge: Das Blut wird nur noch ungenügend im Körper verteilt, es staut sich mitunter bis in die Lunge zurück. Dadurch entsteht ein erhöhter Druck auf das Lungengewebe, Flüssigkeit wird aus den Blutgefäßen gepresst und füllt die Lungenbläschen. Dies wiederrum stört den Gasaustausch in der Lunge und dem Körper fehlt es an Sauerstoff– es entsteht ein Asthma cardiale.

Anzeichen für ein Herzasthma

Mit einem Hustenreiz soll die Flüssigkeit in den Lungenbläschen wieder entfernt werden. An diesem sogenannten Herzhusten lässt sich ein Herzasthma erkennen. Da sich im Liegen generell mehr Blut im Lungenkreislauf befindet, tritt er zu Beginn vor allem nachts auf.

Weitere Symptome, an denen sich Herzasthma erkennen lässt:

  • Kurzatmigkeit, auch am Tag

  • schnelle Ermüdung

  • rasselnde Atemgeräusche (aufgrund der Wasseransammlungen der Lunge)

  • Atemnot (Dyspnoe) mit begleitenden Panikattacken

Typisch ist, dass die Symptome nach dem Aufsetzen wieder besser werden. Im weiteren Verlauf kann sich ein Lungenödem entwickeln, sodass es zu Erstickungsanfällen kommt. Der Patient muss dann unverzüglich in ärztliche Behandlung, es besteht Lebensgefahr.

Leben mit Asthma cardiale

Eine Herzinsuffizienz ist nicht heilbar. Dennoch gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die ein Fortschreiten der Erkrankung bremsen und die Lebensqualität verbessern. Betroffene können zudem selbst einiges tun, um das Leben mit Herzinsuffizienz zu meistern. Wichtig sind dabei eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie ausreichend körperliche Bewegung. Suchen Sie regelmäßig Ihren behandelnden Arzt auf, um mit ihm den Verlauf der Erkrankung zu beobachten und Therapien anzupassen. So können Sie dem Auftreten von Asthma cardiale am besten vorbeugen und entgegenwirken.