Herzinsuffizienz: Ein gesunder Lebensstil bedeutet manchmal auch Verzicht

Mann mit Herzinsuffizienz zerbricht Zigarette: Rauchen aufgeben bei Herzschwäche

Herzpatienten sollten das Rauchen aufgeben

Ist bei einer Herzinsuffizienz zu Gunsten der Gesundheit auch ein Glas Wein verpönt? Nicht grundsätzlich. Zwar gehören zu einem herzgesunden Lebensstil neben viel Bewegung und einer ausgewogenen, fettarmen Ernährung auch der Verzicht auf wie das Rauchen. Aber Alkohol dürfen die meisten Herzinsuffizienz-Betroffenen zumindest noch in Maßen konsumieren.

Rauchen und Herzinsuffizienz: Eine ungünstige Kombination

Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist bekannt. Für Menschen mit Herzinsuffizienz ist es aber besonders ratsam, das Rauchen aufzugeben. Denn Nikotin führt zu Ablagerungen an den Gefäßwänden, die wiederum den Blutdruck erhöhen. Zudem wird der Körper beim Rauchen schlechter mit Sauerstoff versorgt.

Raucher, die es nicht von allein schaffen, auf ihre Zigaretten zu verzichten, sollten sich Hilfe bei ihrem Arzt, in einer Selbsthilfegruppe oder bei den Krankenkassen suchen. Es gibt beispielsweise spezielle Raucherentwöhnungskurse, die von den Krankenkassen angeboten werden. Der Arzt kann auch über medikamentöse Möglichkeiten beraten, die beim Rauchverzicht helfen können. Anderen fällt es leichter, schrittweise mit dem Rauchen aufzuhören, als von einem Tag auf den anderen.

Alkohol bei Herzinsuffizienz: Nur in Maßen

Bier, Wein und andere Alkoholika sollten Herzinsuffizienz-Patienten nur in Maßen konsumieren – wenn überhaupt. Alkohol erhöht den Herzschlag und den Blutdruck. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass durch ihn auch Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden können.

Für Herzinsuffizienz-Betroffene gilt: Bei ein bis zwei alkoholischen Getränke am Tag ist das Risiko, das Herz weiter zu schädigen, gering. Frauen sollten es dabei bei einem kleinen Getränk, wie 0,33 Liter Bier oder einem kleinen Glas Wein belassen, Männer sollten nicht mehr als zwei kleine alkoholische Getränke pro Tag konsumieren.

Kaffee ist bei Herzinsuffizienz in moderaten Mengen erlaubt

Der Start in den Tag beginnt bei vielen Menschen mit einer frischen Tasse Kaffee. Auf diese müssen Herzinsuffizienz-Patienten nicht verzichten. Ein moderater Kaffeekonsum von ein bis zwei Tassen am Tag hat keine negativen Auswirkungen auf das Herz, auch wenn Kaffee den Blutdruck etwas steigern kann. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Kaffee auch zur empfohlenen täglichen Trinkmenge gezählt werden muss. Aktuellere Studien geben außerdem Hinweise darauf, dass ein moderater Kaffeekonsum der Entstehung einer Herzinsuffizienz bei ansonsten gesunden Menschen vorbeugen kann.

Herzschwäche: Fertigprodukte und fettes Essen meiden

Fertigpizza, Currywurst oder Chips sind sehr salzhaltige und fettreiche Fertigprodukte, auf die Menschen mit Herzinsuffizienz im Rahmen einer herzgesunden Ernährung besser verzichten sollten. Allgemein gilt für Herzinsuffizienz-Patienten, dass sie salzarm essen sollten, denn Salz begünstigt Wassereinlagerungen im Körper. Zuviel tierische Fette erhöhen zudem den Cholesterinspiegel und tragen zu Gefäßschädigungen bei. Besser ist eine fettarme, kalorienbewusste Ernährung nach mediterranem Vorbild: wenig Fleisch, dafür mehr Fisch, Obst und Gemüse.