Herzinsuffizienz: Das sollten Sie bei den Arztbesuchen beachten

Sie leiden an einer Herzinsuffizienz? Dann sollten Sie regelmäßig Ihren Arzt besuchen, damit Sie optimale Chancen auf eine gute Prognose und einen möglichst beschwerdefreien Alltag haben. Wie oft Sie bei einer Herzinsuffizienz zum Arzt müssen und wie Sie sich am besten auf das Arztgespräch vorbereiten, erfahren Sie hier.

Arztbesuch bei Herzinsuffizienz: Patient greift sich an die Brust.

Bei einer Herzinsuffizienz sind regelmäßige Arztbesuche wichtig.

Kontrolltermine in regelmäßigen Abständen

Sobald die Diagnose Herzinsuffizienz gestellt ist, besteht schneller Handlungsbedarf. Dann arbeiten Hausärzte, Kardiologen und Internisten Hand in Hand zusammen, um den Patienten bestmöglich zu helfen. Die fortlaufende Betreuung und Behandlung sind wichtig, denn: Herzschwäche ist nicht heilbar. Durch eine entsprechende Versorgung lässt sich der Krankheitsverlauf jedoch sehr gut beeinflussen und die Lebensqualität steigern.
Wie oft sollten Patienten bei Herzinsuffizienz zum zuständigen Arzt? Diese Frage ist schwer zu beantworten, denn es kommt auf den Schweregrad und den Verlauf der Erkrankung an. Lassen Sie sich vom Mediziner beraten und halten Sie die vorgeschlagenen Kontrolltermine unbedingt ein. Nutzen Sie regelmäßige Termine, um Fragen zu stellen und über Ihre Beschwerden und Sorgen zu sprechen. Denn nur, wenn der Arzt Ihre Symptome kennt, kann er die entsprechende Behandlung einleiten.

Vorbereitung auf die Arztgespräche bei Herzinsuffizienz

Damit Sie die Zeit beim Arzt optimal ausnutzen können, sollten Sie sich auf das Gespräch vorbereiten. Beachten Sie dabei diese hilfreichen Tipps.

  • Symptome überprüfen: Überlegen Sie, ob Sie veränderte Beschwerden feststellen können. Dazu gehören beispielsweise Schlafprobleme, Wassereinlagerungen oder eine verringerte Leistungsfähigkeit.
  • Untersuchungsergebnisse: Gab es Tests oder neue Befunde? Nehmen Sie alle aktuellen Unterlagen mit.
  • Medikationsplan aktualisieren: Lassen Sie Ihre Medikation überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Denken Sie auch daran, Ihren Arzt über eventuelle Nebenwirkungen zu informieren. Oft ist es möglich, dass er dann ein anderes Präparat verschreibt. Auch wenn Sie Schwierigkeiten mit der Einnahme haben sollten, fragen Sie nach.
  • Notizen machen: Viele Patienten vergessen oftmals in der Kürze der Zeit, alle ihre Fragen zu stellen. Machen Sie sich Notizen und nehmen Sie diese mit zum Gespräch.

Denken Sie auch daran, Ihren Arzt über Befindlichkeiten zu unterrichten, die vielleicht in Ihren Augen nichts mit der Erkrankung zu tun haben oder nur Kleinigkeiten sind. Alle Hinweise sind wertvoll und können Aufschluss über Ihren Krankheitsstatus geben. Seien Sie offen und ehrlich und fragen Sie unbedingt nach, wenn Sie etwas nicht richtig verstanden haben.

  • Tipp:
    Nehmen Sie zu den Arztgesprächen einen Verwandten oder nahen Bekannten mit. Zum einen kann eine außenstehende Person Auskunft über Veränderungen geben, die Ihnen selbst womöglich nicht aufgefallen sind. Zum anderen haben Sie dann jemanden, mit dem Sie das Gespräch noch einmal Revue passieren lassen können. Gegebenenfalls hat Ihre Begleitung andere Dinge wahrgenommen als Sie.

Welche Fragen können die Patienten stellen?

Es gibt eine Reihe von Fragen, an die Sie denken sollten, wenn Sie sich auf ein Arztgespräch vorbereiten. Hier haben wir Ihnen die wichtigsten zusammengefasst. Bitte denken Sie daran: Es gibt keine dummen Fragen! Besser, Sie fragen einmal zu viel, anstatt sich unnötig Gedanken über ungeklärte Themen zu machen.

  • Fragen zur Herzschwäche: Lassen Sie sich Ihre Erkrankung (zum Beispiel Verlauf, Schweregrad, Einschränkungen) genau erklären. Je genauer Sie diese verstehen, desto besser können Sie sich darauf einstellen.
  • Fragen zur Therapie: Sie wollen gerne wissen, wie exakt Ihre Medikamente wirken, wann Sie diese am besten einnehmen sollten oder ob es alternative Behandlungsmethoden gibt? Bitten Sie um Aufklärung!
  • Fragen zum Umgang mit Herzschwäche: „Was kann jetzt guttun, wie oft sind Kontrollen notwendig oder was mache ich im Notfall“ sind mögliche Informationen, die Sie einholen können.

Auch ist Platz, um die Lebensweise zu besprechen. Dazu zählen unter anderem:

Diese Informationen benötigt der Arzt

Neben aktuellen Befunden helfen dem Arzt noch weitere Informationen:

  • Wie häufig, wann und wie stark treten Symptome auf?
  • Werden die Medikamente gut vertragen?
  • Gibt es weitere Erkrankungen oder Arzneimittel, die berücksichtigt werden müssen? (zum Beispiel Diabetes, Depressionen, Arthritis)
  • Tipp: Perfekt auf das Arztgespräch vorbereitet mit unseren Broschüren
    Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie in unseren Broschüren – inklusive einem Kontrollbogen, in dem Sie einfach und schnell Ihre Symptome festhalten können. Dazu sind wichtige Fragen, die Sie beim nächsten Arztgespräch klären sollten, aufgelistet.

Unser Tagebuch hilft Ihnen, den Überblick über Termine, Medikamente und Beschwerden zu behalten.